Mit den Internet-Schwergewichten Microsoft und Yahoo, die gemeinsam die Suchmaschine "Bing" betreiben, bietet der WWF unter www.ecosia.org seit Anfang Dezember eine Suchmaschine als unabhängiges und gemeinnütziges Projekt an. Das Besondere: "Mindestens 80 % unserer Einnahmen gehen an ein Regenwald-Schutzprogramm des WWF, der das Geld verwendet, um den Schutz der Regenwälder aufrecht zu erhalten", ist auf der Website zu lesen. Ihre Einnahmen erzielt Ecosia aus Wittenberg, wie auch der große Konkurrent Google, aus Werbung, die passend zu den Suchbegriffen eingeblendet wird.
Pro Suche werden mit 0,13 €-Cent im Schnitt nur Bruchteile von Cent eingenommen. Damit lassen sich nach Angaben von Ecosia im Juruena-Nationalpark im brasilianischen Amazonasgebiet knapp 2 Quadratmeter Regenwald schützen, den Hektar gibt es "für gerademal 5 Euro". Nach zwei Wochen Betrieb kamen bis zum 17. Dezember bei täglich weit über 100.000 Zugriffen bereits über 3 Mio. Quadratmeter oder 300 ha geschützter Regenwald zusammen.
Die Suchanfragen kommen vor allem aus Deutschland, den USA, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern, aber auch aus Australien, Südamerika und Asien.
Ecosia/WWF/A. Jönsson