Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) am 25. November in Würzburg waren sich die Mitgliedsbetriebe einig: Die Wettbewerbssituation hat sich nach der Sommerpause verschärft, da die zeitweise gebesserte Absatzlage überschätzt wurde und zu einem überhöhten Einschnitt geführt hat. Zuvor hatte sich vor allem der regionale Absatz erfreulicherweise gebessert.
In den nächsten Wochen erwartet der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei, die übliche Marktberuhigung. Sie macht eine an die Nachfrage angepasste Produktion zwingend erforderlich. Die anziehenden Rundholzpreise beim Nadelholz können derzeit nicht beim Schnittholz weitergegeben werden, die Betriebe sehen deshalb keinen Raum für weitere Preisanhebungen beim Rundholz.
Nach den Berichten aus den verschiedenen Bundesländern tendiert Fichte B 2b und stärker derzeit im Rahmen von 70 bis 75 Euro/Fm. Vereinzelt wird auch von Preisen von 80 Euro/Fm berichtet, die jedoch nicht marktprägend sind.
Der Waldbesitz sollte nicht auf weitere Preiserhöhungen hoffen, sondern das relativ hohe Preisniveau beim Nadelholz nutzen, um ausreichend Frischholz bereitzustellen. Wichtig bleibt nach Aussage von Müller-Gei eine kontinuierliche Belieferung der Betriebe. Vor allem der moderne Holzbau, der auf qualitativ hochwertige Schnittware angewiesen ist, läuft auf relativ festem Niveau und muss kontinuierlich bedient werden. Es sollte auf jeden Fall vermieden werden, dass der sich auf niedrigerem Niveau befindende Schnittholzmarkt durch einen zu stark zurückgenommenen Einschlag gefährdet wird.
VDS