Am 9. November haben RWE Innogy (Essen) und German Pellets (Wismar) den Grundstein für ein Pelletwerk in Erndtebrück (Siegen-Wittgenstein, NRW) gelegt. Nach 7 Monaten Bauzeit soll das Werk, das vom benachbarten RWE Biomasse-Heizkraftwerk (BMHKW) mit Wärme versorgt werden wird, im Frühjahr 2010 mit dem BMHKW in Betrieb gehen.
Geplant ist die Produktion von ca. 120.000 Tonnen DINplus-Pellets aus Sägerest- und Industrieholz zur Versorgung des Großraums Rhein/Ruhr. Bauherrin ist die NRW Pellets GmbH mit Sitz vor Ort, deren Anteile zu 90 % von RWE und zu 10 % von German Pellets gehalten werden. Das geplante Investitionsvolumen für das Pelletwerk beträgt 21 Mio. Euro.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung von RWE Innogy, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, betonte bei der Grundsteinlegung den Aspekt Klimaschutz: "Durch die Kombination von Biomasse-Heizkraftwerk und Pelletwerk ergibt sich ein 'doppelt-grüner' Effekt. Denn wir produzieren hier mit weitgehend CO2-neutral erzeugter 'grüner' Energie einen wiederum 'grünen' Brennstoff für den Endverbraucher."
German-Pellets-Geschäftsführer Peter H. Leibold rechnet mit steigender Pellet-Nachfrage in NRW, "Siegen-Wittgenstein als der waldreichste Kreis Deutschlands bietet eine nachhaltig gesicherte Rohstoffbasis". Der Landrat von Siegen-Wittgenstein, Paul Breuer, hofft auf eine "neue Wertschöpfungsstufe für die Forstwirtschaft" in der Region.
RWE/A. Jönsson