Drei Mitarbeiter des insolventen Forstmaschinenherstellers Preuss haben zum 1. Oktober die FHS Forsttechnik Handel & Service GmbH gegründet. Die neue Firma hat Teile des Inventars und der Produktionsmittel der Firma Preuss Forstmaschinen einschließlich der Produktionsrechte gekauft. Die Gesellschafter der Firma sind Wolfram Jähnichen, der zugleich erster Geschäftsführer ist, Bernd Dörre und Peter Richter. Die drei waren bei Preuss für die Service und Ersatzteile, für Technik und Produktionsleitung sowie für Technik, Entwicklung und Einkauf zuständig.
Die FHS sieht ihr Geschäft in der Entwicklung, der Produktion und im Vertrieb von Forsttechnik und Forstmaschinen, die weiterhin unter der Markenbezeichnung Preuss angeboten werden. Dazu zählen neben den bekannten Forwardern und Harvestern auch Hackeraufbauten und ein Hackschnitzelshuttle mit Seitenkipp-Containersytem. Sonderproduktionen wie ein Hub-Dreh-Containersystem aufgebaut auf Forstmaschinen oder Straßenfahrzeuge wie MAN oder Unimog 500 runden das Programm ab. Erste Aufträge sind avisiert.
Im Vordergrund der Geschäftstätigkeit steht zunächst aber der Service und die Ersatzteilversorgung für die TBM- und Preuss-Kunden. Daneben wird die FHS auch den Vertrieb und den Service für Fremdprodukte der Forsttechnik ins Programm aufnehmen.
Die FHS hat einschließlich der Gesellschafter zehn Preuss-Mitarbeiter eingestellt und dazu auch alle vier Auszubildende. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Dirk Wittkowski aus Berlin, hatte die Zahl der ursprünglich 49 Mitarbeiter und Azubi’s im Laufe des Insolvenzverfahrens auf zuletzt 17 Mitarbeiter abgebaut. Auf freier Basis bleiben auch der bisherige Verkäufer Karsten Brockfeld und Thomas Kynast dem neuen Unternehmen im Vertrieb verbunden.
Der Firmensitz der FHS ist Herzberg unter der alten Adresse. Die Preuss-Gebäude werden zunächst gemietet. Mittelfristig wird ein neuer Standort bezogen.
Oliver Gabriel
Infos: www.fhs-forsttechnik.de (in Vorbereitung )