Die Bofrost-Stiftung in Geldern (NRW) und die von ihr gegründete Eifelwald GmbH & Co. KG haben sich laut Kölner Stadtanzeiger (KSTA) mit den Gemeinden Blankenheim und Nettersheim geeinigt. Diese hatten sich am nachhaltigsten gegen den Verkauf von rund 2500 ha Staatswald durch die Landesregierung gewehrt, der laut RP online noch von der rot-grünen Vorgänger-Landesregierung vorbereitet worden war.
Ein Vorkaufsrecht auf Teilflächen hatte das Land zwar abgelehnt, doch erhielt laut KSTA die Gemeinde Blankenheim die von ihr gewünschten Naturschutzflächen am Stromberg, teils im Tausch gegen andere Flächen. Nettersheim erwarb laut RP online für 1,4 Mio. Euro im Bereich der Eifelhöhen-Klinik ca. 150 ha Wald. Die Gemeinde Kall dagegen machte ihren Beschluss vom August zum Kauf einer etwa ebenso großen Fläche rückgängig, da der freie Zugang gesichert sei und die Gemeinde finanzielle Probleme fürchtete.
Die Bofrost-Stiftung wird die Nutzung Wanderwegen im Grundbuch eintragen lassen, der Zutritt zum Wald soll nicht beschränkt werden. Ein Konzept zur Brennholzversorgung der Bevölkerung soll entwickelt werden, die Eifelwald GmbH will sich zudem in die „Bioenergieregion Eifel“ und in das beim Land verbleibende Jugendwaldheim Urft einbringen. Ein Revierleiter für den Eifelwald sei bereits eingestellt worden. Die Stiftung besitzt weitere 3200 ha Wald in der Fränkischen Schweiz (zwischen Bamberg, Bayreuth und Erlangen) und im Odenwald.
KSTA/RP online/Red.