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03.08.2009 |
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Klenk rückt von Leutkirch ab
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Laut Presseberichten hat die Klenk Holz AG (Oberrot) ihre Pläne zum Bau eines Sägewerkes auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionslagers in Leutkirch-Urlau (Allgäu, Kreis Ravensburg) "wegen der Krise in der Sägeindustrie und den vorhandenen Überkapazitäten der Branche" bis auf weiteres aufgegeben. Das Projekt war als Ersatz für das nicht ausbaufähige Klenk-Werk in Wolfegg geplant, für das jedoch Ende 2008 angesichts der Marktentwicklung die Pacht bis 2013 verlängert wurde.
Das 162 ha große Gelände in Leutkirch soll demnach zu einem bereits vereinbarten Preis an den britisch-holländischen Ferienpark-Betreiber Center Parcs verkauft werden, der in Großbritannien vier und in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland 13 Ferien- und Freizeitparks betreibt.
Am 27. September können die Bürger von Leutkirch im Zuge der Bundestagswahl in einem Bürgerentscheid über das neue Projekt abstimmen. Vertreter eines Bürgerforums, das sich – trotz eines positiven Bürgerentscheides vom Januar 2008 für die Klenk-Pläne – gegen das Großsägewerk gewehrt hatte, begrüßten sowohl den geplanten Bürgerentscheid als auch die nun angekündigte neue Nutzungsform. Sollten die Pläne von Center Parcs beim neuerlichen Bürgerentscheid auf Ablehnung stoßen, will Klenk laut dem Leutkircher Bürgermeister Hans-Jörg Henle jedoch dort das geplante Sägewerk bauen, so die Allgäuer Zeitung.
Center Parcs will in Leutkirch-Urlau – nach einer Kampfmittelbeseitigung und teilweisen Entfernung der ca. 250 Bunker auf dem Gelände – in einer ersten Investitionsphase bis 2013 für ca. 280 Mio. Euro eine Freizeitanlage errichten. Bisher war das bayerische Dennenlohe (Kreis Ansbach) als Standort für diese Anlage geplant, was jedoch an Umweltauflagen für den in einem Naturschutzgebiet liegenden Standort scheiterte.
Red.
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