Forst & Technik - Zeitschrift für Waldarbeit, Forsttechnik und Holztransport













        


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27.05.2009
Neuigkeiten auf der Elmia 2009
 

Die Forstmaschinenhersteller nutzen die weltgrößte Forstmesse Elmia Wood 2009 im schwedischen Jönköping wie gewohnt, um ihre Neuheiten vorzustellen. Einige davon haben die Hersteller im Vorfeld bereits angekündigt, diese sollen hier kurz vorgestellt werden.

 
Komatsu Forest 
 

Komatsu Forest stellt auf der Elmia zwei neue Harvester, einen Forwarder und zwei Harvester-Aggregate vor. Ein Forwarder und ein Harvester sind dabei als Weiterentwicklungen Teil eines neuen Durchforstungskonzeptes, mit dem Komatsu Forest eine höhere Produktivität und mehr Bodenschonung in Aussicht stellt. Der zweite Harvester und die Aggregate sind komplette Neuentwicklungen.

 
John Deere 
 

Mit den drei neuen Forwarder-Modellen 810E, 1010E und 1910E vervollständigt John Deere auf der Elmia die im April 2008 erstmals vorgestellte E-Serie, die laut Marketing-Direktor Dr. Arne Bergmann "von Grund auf neu konstruiert“ ist. Besonderes Kennzeichen der E-Serie ist die für Harvester und Forwarder baugleiche selbst-nivellierende Kabine, die mit dem Kranbaum mitschwingt. Während frühere Versuche zum Einsatz solcher Kabinen laut John Deere häufig zu "Seekrankheit" bei den Fahrern geführt haben, spricht Bergmann von ausgesprochen positiven Rückmeldungen der ersten Nutzer auf die Arbeit in den neuen John-Deere-Kabinen. Da sie baugleich auf allen Maschinen eingesetzt werden, fällt den Fahrern der Wechsel zwischen Forwarder und Harvester leichter. Natürlich gibt es zahlreiche weitere Detailneuerungen.

 
Caterpillar 
 

Der US-amerikanische Baumaschinenriese Caterpillar kehrt auf die Elmia Wood zurück. Caterpillar hatte sich nach dem Verkauf der ehemaligen Skogsjan-Forstmaschinen an LogMax aus dem Geschäft der Kurzholztechnik zurückgezogen. Ende 2007 übernahm Caterpillar jedoch die Forstmaschinensparte von Blout International (u.a. Harvester, Forwarder, Lademaschinen der Marken Prentice und CTR) und stellt auf der Elmia zwei neue schwere Forwarder, Cat 584 und Cat 584HD mit 18 bzw. 20 t Ladekapazität, vor. Das kleinere 584-Modell ist als 6- und 8-Rad-Version erhältlich, der größere 584HD nur mit 8 Rädern. Komplett neu gestaltet wurde die laut Caterpillar geräumige Arbeitsumgebung unter anderem mit automatischer Temperaturregelung, ergonomischer Joystick-Steuerung, leichtem Einstieg und erstklassiger Rundumsicht. Weiter wurde durch verschiedene Maßnahmen besonderer Wert gelegt auf effizienten Treibstoff-Einsatz und hohe Leistungsfähigkeit in besonders kalten Klimaten und schwerem Gelände bei großen Rückeentfernungen unter voller Last.

 
Vimek 
 

Die schwedische Maschinenschmiede Vimek kündigt den neuen Forwarder Vimek 608 und eine Weiterentwicklung des Harvesters 404T, den 404T3 an. Der Vimek 404T3 Harvester wartet mit neuem, umweltfreundlichem Motor und Aggregat auf, außerdem wurden Hydraulik und Fahrkomfort verbessert. Äußerlich unterscheidbar vom 404T wird diese Maschine der dritten Generation allerdings nur an ihrer silbergrauen Lackierung sein. Der Vimek 608 Forwarder ist eine leichte Maschine, wie sie für Vimek kennzeichnend sind und der Forderung nach Boden schonender Holzernte entgegen kommen. Die Ladekapazität erhöht sich beim 608er von 3 auf 4,5 t, außerdem erhielt er eine neue Antriebswelle für bessere Geländeeigenschaften. Weitere Neuigkeiten sind unter anderem ein neues Schneidaggregat, ein patentiertes Bremsgelenk oder ein Wiegesystem für die Bioenergie-Ernte mit dem Vimek 606 BioCombi, eines leichten Harwarders für den Einsatz in schwachen Durchforstungen.

 
TimBear Lightlogg C 
 

Bereits in Ausgabe 5/2009 der Forst & Technik kurz vorgestellt wurde die mit Raupenfahrwerk ausgestattete Lightlogg C Kombimaschine der Firma TimBear für 10 t Ladekapazität, die auf der Elmia gezeigt wird. Der Umbau von Ernte- auf Rückearbeit soll bei dieser Maschine laut Hersteller nur etwa eine halbe Stunde beanspruchen.

 
Volvo 
 

Nach dem ersten großen Auftritt auf der METKO 2008 stellt Volvo auch auf der Elmia Wood wieder sein breites Forstmaschinenprogramm vor. Dazu zählt im Segment der Kurzholztechnik der Sprit sparende Elektrohybrid-Forwarder El-Forest (siehe F&T 9/2008), an dessen Entwicklung und Produktion Volvo seit 2007 beteiligt ist. Erstmals wird diese Maschine auf der Elmia als serienreifes Produktionsmodell gezeigt. Das Volvo-Portfolio umfasst aber auch Bagger, Raupenharvester und neue entwickelte Feller-Buncher, die auf Wunsch mit dem Nivelliersystem Levelmaxx ausgerüstet werden können. Das größte Potenzial für das Allroundkonzept sieht Volvo-Forstmanager Jukka Moisander in Ländern mit bislang noch nicht ausgeprägter Mechanisierung.

 
Husqvarna 
 

Die ehemals berühmte und auch sportlich erfolgreiche Motorradsparte von Husqvarna wurde in den 80er Jahren an den italienischen Hersteller Cagiva verkauft, ging später an MV Augusta und wechselte mehrfach die Mehrheitseigner, ist aber neben KTM immer noch eine der bestimmenden Marken im Motorgeländesport. Jetzt kündigt der Mutterkonzern, der 1689 mit dem Bau von Musketen begründet wurde, sein Off-road-Comeback auf der Elmia 2009 an, nun allerdings auf vier Rädern: Mit den "Husqvarna Utility Vehicles“ HUV 5420 DX und HUV 5420 DXR, die an Quads erinnern, will man "robuste Arbeitspferde“ unter anderem für den Forsteinsatz anbieten. Laut Hersteller sind die Geräte mit automatischer Differenzialsperre leichter zu fahren als Quads, bieten durch einen Überrollbügel auch mehr Sicherheit und bringen zudem eine Ladefläche mit, die einen Anhänger überflüssig macht. Beide Maschinen sind mit einem Dieselmotor ausgerüstet. Während das HUV 5420 DX auf den Geländeeinsatz spezialisiert ist, kann das HUV 5420 DXR auch für den europäischen Straßenverkehr zugelassen werden.

Angekündigt sind auch weitere Neuigkeiten – zum Beispiel bei Ponsse oder bei Silvatec, das zusammen mit seinem russischen Eigentümer Chetra erstmals einen eigenen Forwarder zeigen wird.

Red.

(Abbildungen: Werksbilder)


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